Deutsch ist erlernbar.

Hier erfahren Sie grundlegende Dinge zu den Schwierigkeiten beim Erwerb der deutschen Schriftsprache, der Diagnostik und Therapie der Lese- und Rechtschreibschwäche sowie auch zu Weiterbildungen von Lehrern und Eltern.

Die Komplexität der deutschen Schriftsprache ist der häufigste Grund für Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben. Durch den systematischen Aufbau der Schriftsprache kann die Ebene erfasst werden, auf der das Kind versagt, und aus dieser Erkenntnis lässt sich die Förderung ableiten.

Das Schreiben und Lesen ist also erlernbar!

Schwierigkeiten beim Erlernen der Schriftsprache

Lese- und Rechtschreibschwäche, Legasthenie, Dyslexie usw. bezeichnen stets Schwierigkeiten beim Erlernen der Schriftsprache. Die einzelnen Bundesländer regeln den Umgang mit dieser Lernverzögerung in ihren Schulgesetzen unter dem Passus Leistungsbewertungserlass.

Obwohl unsere Schriftsprache systematisch in der Grundschule vermittelt wird, erscheint sie den Kindern und Erwachsenen zumeist als eine Ansammlung von Ausnahmen, die eingeprägt sein müssen. Dem ist aber nicht so!

Denn unsere Schriftsprache ist logisch aufgebaut, allerdings besteht diese Logik aus verschiedenen Ebenen, die ineinandergreifen und allesamt verstanden und parallel angewendet werden müssen.

Vielschichtigkeit

Die Komplexität der deutschen Schriftsprache ist der häufigste Grund für Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben. Durch den systematischen Aufbau der Schriftsprache kann allerdings die Ebene erfasst werden, auf der das Kind versagt. Eine individuelle Förderung wird so erst möglich.

Das Lesen und Schreiben ist erlernbar!

Grammatik

Die Schriftsprachvermittlung sollte stets die Schulgrammatik als Rechtschreibhilfe verstehen. Grammatische Endungen sind wiederkehrend und ein Baustein im Wort.
Wer um die Gestaltung der Endungen im Deutschen weiß und auch wo sie sich befinden (am Ende des Wortes), wird Hammer nicht mit fehlerhaften Endungen schreiben (Hamma, oder Hammär oder Hammr statt Hammer).
Ein großer Teil des grammatischen Verständnisses bezieht sich außerdem auf die Groß- und Kleinschreibung sowie auf die Getrennt- und Zusammenschreibung.

Rechtschreibregeln

Im Deutschen bestehen viele Rechtschreibregeln, die zu einem Großteil von der zweiten bis vierten Klasse im Unterricht vermittelt werden. Den noch ungeübten Schreibern muss auch beigebracht werden, dass die Rechtschreibregeln im Wortstamm passieren.

Wortaufbau

Jeder Schreiber sollte in der Lage sein, Wörter mit ihrer Bedeutung und ihrem Aufbau zu verstehen. Den Schreibanfängern muss vermittelt werden, dass deutsche Wörter aus Bausteinen bestehen, die aneinander gefügt werden, sodass sich stets ein Wortstamm im Wort als Träger der Bedeutung befindet und Bausteine um ihn gegliedert sein können, sodass jeder Wortstamm mit Vorsilben, Nachsilben, Endungen, einem zweiten Wortstamm und Fugenelementen in einem Wort auftreten kann. (Glück, Unglück, unglücklich, am unglücklichsten, Glückstreffer usw.)

Buchstaben- und Lautzuordnung

Für das Schreiben ist eine schnelle Buchstaben-und Lautzuordnung wichtig, diese wird in der ersten Klasse vermittelt. Die Kinder sollten die Zuordnung so verinnerlicht haben, dass sie Laute schlagartig erkennen und sofort graphisch in Buchstaben umsetzen können, nur dann gelingt es ihnen, Wörter nach Gehör zu schreiben. Die Klippen auf dieser Ebene sind vielfältig, da das Deutsche über kurze und lange Vokale sowie Umlaute verfügt, über Laute, die im Mund nicht gedehnt werden können, sondern ruckartig ausgesprochen werden (Explosivlaute: b, p, g, k, d, t), über Buchstaben, die sich sehr ähneln (n/m, u/n, w/v, b/d, f/t/l, h/k) und über Buchstabenverbindungen, die nur einen Laut beschreiben (Zwielaute: au, ai, ei, eu, äu, ch als ich- Laut und ach- Laut, sch).

Vorläuferfähigkeiten

Als erste Voraussetzung sollten die Vorläuferfähigkeiten vorhanden sein. Diese bilden sich im Kindergartenalter während der Vorschulzeit aus. Zu ihnen gehört die phonologische Bewusstheit, die das Reimen, das Rhythmisieren von Wörtern, das Heraushören einzelner Laute in gesprochenen Wörtern und die richtige Wiedergabe gesprochener Wörter beinhaltet. Zu den Vorläuferfähigkeiten zählt außerdem die Feinmotorik, die das Halten eines Stiftes genauso meint wie das Führen des Stiftes auf einer Linie, das Zeichnen von Schlaufen und das Setzen von Auf- und Abwärtsstrichen. Als dritte Vorläuferfähigkeit ist die logographische Strategie zu nennen, die es den Kindern ermöglicht, Wortbilder zu erkennen, ohne dass sie Buchstaben und Laute im Einzelnen beherrschen.

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Lerntherapeutin / LRS Therapeutin

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