Individuell abgestimmtes Vorgehen

Die Therapie erarbeite ich dann anhand der Logik des Schriftsprachsystems des Deutschen, ich greife hierfür nicht auf statische Programme wie Reuter- Liehr (nur lautliche Ebene), Marburger Rechtschreibtraining (Sammlung von Arbeitsblättern zum Wortaufbau und den Rechtschreibregeln) o.ä. zurück, da sie immer einzelne sprachliche Ebenen ausschließen, sondern erstelle Arbeitsblätter eigenhändig entsprechend der Fortschritte und Schwierigkeiten. Die bestehenden grammatischen Kenntnisse des Kindes oder Erwachsenen flechte ich in die Therapie ein, da sie eine sichere Hilfe für die Schreibung darstellen.

Die Therapie bei Kindern kommt bei mir ohne Süßigkeiten (Zur Motivation) aus, die Motivation entsteht aus den unterschiedlichen Unterrichts­methoden (Tafelarbeit, mündliche Übungen, verschieden aufgebaute Arbeitsblätter, haptische Übungen usw.).

Außerdem gestalten sich meine Therapieeinheiten möglichst ablenkungsfrei. Der Therapieraum ist schlicht gestaltet, es gibt keine Überfrachtung mit Farben und Sinneseindrücken.

Meine Lese- und Rech­t­­schrei­b­­schwä­che-The­ra­pie folgt stets der Sys­te­ma­tik einer Diagnostik.

Standardisierte Lese- und Schreibtests ermöglichen nicht nur eine quantitative Aus­wer­tung, sondern vor allem eine qualitative.
Qualitative Auswertungen treffen Aussagen über Defizite, zugleich aber über vorhandene Kompetenzen, mit denen in der Therapie gestartet werden kann.
Beim Rechtschreib- und Lesetest sind außerdem sowohl das Ergebnis als auch der Prozess des Schreibens und Lesens zu betrachten.
Falsche Denk- und Versuchsstrategien der Kinder bzw. der Erwachsenen kann ich während der Prozessbeobachtung bereits vermuten und notieren, um später im Zuge der Auswertung der Tests mit dem Ergebnis einen Abgleich zu finden.

Vereinbaren Sie Ihren kostenfreien Erstberatungstermin.

Anfrage Button

„Linguistische LRS Therapie“ – Eine Lese- und Rech­t­­schrei­b­­schwä­che kann behoben werden.

Vor allem Jungs empfinden die deutsche Rechtschreibung als eine Ansammlung von Ausnahmen und auch geübte Schreiber können selten Regelmäßigkeiten erklären, sobald sie selbst sicher schreiben. Aus diesem Grunde sind sich viele Menschen einig:
Das Deutsche ist schwer und wer es nicht kann, wird in der Schule und im Leben erhebliche Schwierigkeiten durchleiden.
Dadurch, dass die deutsche Schriftsprache aber aus nur wenigen Ausnahmen besteht und ein festes Regelsystem hat, kann man sie erlernen und dies ist möglich im Kindes- und Erwachsenenalter.

Kinder und Erwachsene müssen allerdings an die Logik der deutschen Rechtschreibung herangeführt werden, so gewinnen sie Sicherheit durch feste Regeln und Prinzipien des Deutschen, entwickeln Neugier für die Überprüfung des Vermittelten sowie für die Weitererkundung und lernen das Ineinandergreifen der einzelnen schriftsprachlichen Ebenen. Auf diese Weise werden sie zu selbständigen Schreibern. Sie sind dann in der Lage mit Hilfe der vier Sprachprinzipien, Wörter nach ihrem Lautbestand grundlegend zu ermitteln (z.B. farat), den Wortaufbau zu erfassen (z.B. farrad), die Rechtschreibregeln in den Wortstämmen anzuwenden (z.B. fahrrad) und über die Groß- und Kleinschreibung zu entscheiden (z. B. Fahrrad).

20 Jahre Therapie-Erfahrung und Expertise

Ich behandle die Lese- und Recht­schreib­schwäche und nutze hierfür das Konzept, das den Sprachprinzipien der deutschen Schriftsprache entspricht. Dabei konzentriere ich mich nicht auf eine sprachliche Ebene, sondern führe alle schriftsprachlichen Ebenen zusammen.

  • Die Lerntherapie erfolgt in Form der Einzeltherapie. Vor Beginn der LRS- Therapie stelle ich den Schreib- und Lesestand des Kindes/des Erwachsenen fest.
  • Das individuelle Förderprogramm ergibt sich aus der Diagnostik, den durchgesehenen Schreibbeispielen aus der Schule und den Gesprächen mit den Eltern bzw. Betroffenen.
  • Auf Wunsch erstelle ich ein Gutachten, das eine quantitative und qualitative Auswertung beinhaltet, sodass auch Pädagogen an Schulen damit arbeiten können.
  • Die Therapiestunde dauert 45 min. Das Förderprogramm erarbeite ich individuell entsprechend der Diagnostik und der Gespräche. Auf diese Weise kann ich genau den Schreib- und Lesestand ermitteln und die Arbeitsmaterialien (Arbeitsblätter, mündliche Übungen, Tafelübungen) entwerfen.
  • Die Therapiestunde vollzieht sich online via Zoom oder gemeinsam an der Tafel und dem Tisch. Das Kind bzw. der Erwachsene und ich lernen miteinander.
  • Die mitgegebenen Hausaufgaben dienen der Überprüfung des in der Therapiestunde Erlernten und bilden die Grundlage für die Abstimmung der nächsten Therapiestunde(n).

Pädagogisch- psychologische Betreuung

Eine begleitende Unterstützung zur Verminderung der Sekundärerscheinungen, die oft durch eine LRS entstehen und zu einer seelischen Behinderung führen (können).

Integrative Grammatik

Die integrative Grammatik nutzt bewusst schematisch vorhandenes Wissen aus dem Grammatikunterricht, über das die meisten LRS-Kinder verfügen, um Schreibung zu vereinfachen.

Beispiel:
wer die Zeitform Perfekt bilden kann, wird das Partizip II (die ge-Form, gelaufen, gefangen usw.) nicht mit einem „ge“ als „geh“ schreiben, sondern die Vor­silbe „ge“ als solche erkennen oder in der 3. Person Einzahl nicht über „d“ oder „t“ am Wortende nach­denken müssen, sondern wissen, dass die grammatische Endung stets „t“ ist (er sagt, er nimmt, er gibt).

Insgesamt lässt sich feststellen:
Integrativ angewandte Grammatik bewirkt, dass Unsicherheiten in der Rechtschreibung durch grammatisches Wissen, z.B wenn Schreib­un­sicher­heiten an Endungen, Vorsilben, der Groß- und  Kleinschreibung, der Getrennt- und Zusam­men­schreib­ung und ganzen Wörtern, die gleich klingen (das/dass), auftreten, behoben werden können.

„…ich hatte viel Spaß, aber ich habe auch viel gelernt.“

„…weiter gebracht und bei Schwierigkeiten gut unterstützt.“

„…mehr Selbstvertrauen sowie Lust und Freude an der deutschen Sprache bzw. am Deutschunterricht verholfen.“